Hallo mein Freund,

Hast Du Dich auch schon gefragt, wie Du dem Erwachen Deines Mitmenschenkreises am besten dienen kannst? Ich werde Dir nun berichten, welche Antwort mir zu dieser Frage gekommen ist.

Das Erste und Wichtigste ist immer meine innere Bereitschaft, selbst noch etwas mehr zu erwachen, also einzusehen, dass ich selbst noch gar nicht vollkommen erwacht bin. Ich sehe das deshalb ein, weil ich ein Sein er-ahne (= die Ahnen ehre), dass ich aber im hier und jetzt um mich herum noch nicht wahrnehme.

Ich habe zum Zwecke des weiteren inneren Erwachens mehrfach täglich Zeiten äußerer Passivität in meinem Leben eingerichtet – mindestens jedoch zweimal täglich, und zwar direkt vor und nach der Nachtruhe. Nichts Weltliches spielt in diesen Zeiten eine Rolle. Ich liege bequem halb aufrecht mit geschlossenen Augen und weich gebettet. Das ist zumindest immer ein guter Start. Machmal richte ich mich wie von selbst dabei auf.

Ich lasse meinen Geist ruhig werden, indem ich alle auftauchenden Gedanken loslasse. Das dauert jeweils ganz verschieden lange, je nachdem, was mir seit der letzten Zeit des Dienens im Außen wiederfahren ist. Dadurch bin ich bereits schon mitten im Dienen, weil ich im Praktischen meine privaten (unvermeidlichen) Urteile aus den kürzlichen Situationen meines Lebens abziehe.

Indem ich meinerseits mit dem (praktisch unvermeidlichen) weltlichen Ego-Spiel freiwillig beginne aufzuhören und stattdessen den gütlichen inneren Frieden vorziehe, kommen auch alle meine Mitmenschen (Seelengeschwister) viel leichter zur Einsicht, daß Frieden die Lösung ist. (Der klügere gibt nach.) Um die innere gütliche Ausrichtung zu finden bzw. zu erhalten praktiziere ich auch immer mal den aktuellen Leitdedanken von „Ein Kurs in Wundern“.

Selbst wenn alle aktuellen Situationen meines Lebens bereits friedlich und liebevoll abliefen, kann es sein, dass sich kleine Egovitäten eingeschlichen hatten. Das merke ich daran, dass ich von selbst während meiner Zeit des Dienens Gedankenblitze in mir wahrnehme, die ich wie Echos der Vergangenheit nicht weiter beachte und somit ausklingen lasse.

Mit dem Loslassen von Gedanken lockern sich immer ganz kurz danach auch Emotionen in mir, die ich gewähren lasse. Sie steigen wellenartig in mir auf. Es ist dies die typische Erscheinung, wenn gerade eine weitere Vergebung passiert. Du weißt, wenn dies gerade bei dir passiert. Es ist eiin beglückendes wundervolles Gefühl.

Diesem sehligen dankbaren Gefühl gebe ich mich dankbar hin. Es beruhigt und beflügelt zugleich. Jetzt ist die Gegenwart befreit. Jetzt kann auch der Tag im Außen beginnen.

Amen.