Weit verbreitet haben Menschen verfälschte Vorstellungen von der Wahrheit. Das Selbst braucht darin immer einen Stärkeren, dem es sich unterordnet (der Chef, der Lebenspartner, der katholische Gott, usw..) und in dessen Abhängigkeit es leben kann. Diese kranken Ideen vom Selbst haben weltweit zu einer kranken Situation geführt. Unzählige Beziehungen sind reine Abhängigkeiten anstatt auf Augenhöhe in einem Selbst zu leben.

Im selben Selbst leben führt zu gesunden Kooperationen. Zusammen und Miteinander ist der Weg der Lösung, ohne Selbstzweifel und Unterwürfigkeiten. Wir kommen dorthin, indem wir uns gegenseitig Stärken zutrauen und uns gegenseitig unterstützen, in die eigene Kraft zu gelangen.

Liebe erfordert Vertrauen in das wahre Selbst. Dominanz erfordert Achtlosigkeit. Jeder Mensch, der noch auf die dominierende Weise lebt, ist immer gleichzeitig auch selbst von einem anderen dominiert, also er ist immmer gleichzeitig dominant als auch unterwürfig. Diese Einsicht ist wichtig. Es geht nicht, nur der Dominante zu sein, weil, allein die Idee des Dominierens im Geiste zu haben, automatisch die Idee des Dominiert-werdens mit sich bringt. Und daher wird es sich immer auch so fügen, dass dominierende Menschen von wieder anderen dominiert werden.

Jemanden zu dominieren, entfernt Dich in Wahrheit von Deiner eigenen Kraft. Es scheint Dir etwas Stabilität zu bringen, in der Du eine Sicherheit zu finden glaubst. Aber diese erfordert einen andauernden zährenden Kraftaufwand und wird dadurch wirkliches Glück in Deinem Leben verhindern.

Wenn Du genau das das erste mal in Deinem Leben erkennst, bist Du am Anfang eines längeren Weges. Einige Menschen werden mit Dir gemeinsam erwachen und in die Welt der Liebe, des Vertrauens und der Achtsamkeit gehen. Andere werden erstmal aus Deinem Leben gehen, weil sie noch nicht soweit sind. Bleibe immer soweit wie möglich bei Dir selbst. Dadurch kann sich das Leben um Dich herum genau so neu fügen, wie es für alle gütlich ist.

Zu diesem Thema gibt es bereits viele Seminare auf der Welt und es fühlt sich für mich so an, als würde ich selbst auch ein Seminar oder eine Anleitung irgendeiner Art anbieten können und wollen. Es ist die neue und zugleich ur-alte Art des Seins, an die wir alle uns nun immer mehr erinnern – einer nach dem anderen.