Vorwort: Diesen Artikel habe ich wohl insgesamt am häufigsten revidiert und vermutlich wird es auch noch weitere Revisionen geben, weil das Thema so unglaublich umfassend ist. Aber nun zum aktuellen Text:

Tabus behindern. Alles sollte immer wieder neu überdacht werden (dürfen). Was zählt, sind immer tatsächliche eigene Erfahrungen. Und nur über diese schreibe ich hier. Ich spreche in diesem Artikel ausschliesslich von solchen Substanzen, die einen bewussten gelegentlichen Konsum zulassen. Wenn Du bereits von einer Substanz abhängig bist, dann wird Dir dieser Artikel vermutlich nicht weiter helfen. (Aber warum sollte ich nicht in einem anderen Artikel auch dazu etwas schreiben…)

Ich möchte die Frage, ob Drogen eher nützlich oder eher schädlich sind, stellen und von zwei verschiedenen Perspektiven aus beantworten.

Zum einen gibt es die Perspektive der eigenen Erfahrung, Klarheit und Einsicht – zum anderen gibt es die Perspektive des menschlichen Kollektives und inwiefern es also Deinen Mitmenschen praktisch etwas nützt, dass Du Klarheit und Einsichten gewonnen hast.

1.) Zur ersten Perspektive, also die der ganz eigenen privaten Erfahrung lässt sich kurz und direkt sagen: alles, was den Fluß und die weitere Entspannung begünstigt, ist gut für Dich. Es sind nicht die Drogen, die hier das Problem sind, sondern Deine Absicht bei ihrer Nutzung. Die Nutzung sollte immer mit EINER konkreten Fragestellung gepaart sein. Alle Deine Einsichten (die schönen und die ekligen) im bewusstseinserweitertem Zustand sind dann immer noch genauso wahr, sobald Dein natürliches eigenes Bewusstsein wieder vorherrscht. Wenn Du eine konkrete Frage hattest und diese durch ein Ritual mit einer spirituellen Substanz beantwortet werden konnte, dann war es gut. Jedoch ist die Umsetzung dieser Antwort vieeel schwerer, als die Umsetzung von Antworten, die Du auf natürliche Weise gewonnen hast – ich erkläre weiter unten im zweiten Abschnitt auch warum.

Ausserdem möchte ich Dir noch sagen, dass Du die Antwort auch auf eine andere Weise hättest finden können, eine Weise, die auch für Deine Mitmenschen nützlicher gewesen wäre. Auch dazu komme ich gleich im zweiten Abschnitt.

Drogen sollten mit hohem Respekt und aller möglicher Achtsamkeit behandelt werden. Der Konsum sollte immer mit der Absicht begleitet sein, für völlige gütliche Führung bereit zu sein. Erst wenn Du ohne Einfluss von Drogen in innerem Austausch mit Deinem Engelshelfer stehst, kann er Dich führen und Dir auch genau raten, welche Substanz …. und ob überhaupt. Drogen sind ganz konkrete Werkzeuge für ganz bestimmte Aufgaben. Drogen können bei bestimmten Situationen unterstützend wirken, bei bestimmten anderen Situation jedoch auch störend sein.

Drogen SIND immer Trips, also Reisen. Es ist immer eine vorrübergehende Abkürzung in eine zwar wahre Realitätsebene, aber eben keine, die das gesamte Menschheitskollektiv beinhaltet, sondern nur jene Menschen, die entweder selbst gerade auf einer Drogenreise unterwegs sind oder jene wenige, die schon von selbst auf dieser Bewusstseinsebene existieren können.

Effektiv wird Dein spiritueller Weg durch künstliche Bewusstseinserweiterung niemals abgekürzt – auch wenn es im jeweiligen Drogen-Moment so erscheint.. Jede Bewusstseinsanhebung durch eine materielle Substanz muss von Dir früher oder später auch ohne diese Substanz gemeistert werden. Allerdings ist es meine eigene Erfahrung, dass solche Reisen in erhöhtes Bewusstsein insgesamt eine äußerst motivierende Wirkung haben, sich tiefer mit sich selbst zu beschäftigen.

Ich selbst habe auf solchen Bewusstseinsreisen bewusst Kontakt mit meiner inneren geistigen Führung aufgenommen und dortselbst eine Art Astraltraining erlebt, um heute und für alle Zeiten astrale Vorgehensweisen auch ohne Drogen rund um die Uhr anwenden zu können. Es waren sozusagen Bildungsreisen, oder noch genauer: Erinnerungsreisen. Es war wie Fahrrad fahren lernen mit Stützrädern, wo ich nun keine Stützräder mehr brauche.

2.) So befreiend die Klarheit und Einsicht einer Drogenerfahrung für Dich auch sei, Du bist Deiner wahren Erlösung noch nicht wirklich näher gekommen. Das liegt daran, dass Deine Erlösung nur echt und nachhaltig ist, wenn sie ALLE Menschen mit beinhaltet. Ein Mensch aus Deinem Leben, der gewisse gütliche Einsichten noch nicht hatte, wird nach Deiner privaten (drogenbedingten) Einsicht immernoch genauso störend auf Dein Leben einwirken können – und solche erwachens-ängstlichen Menschen tun dies typischerweise auch.

Dir ist also, was Dein Leben angeht, im Praktischen noch nicht geholfen. Und selbst, wenn Du diesen Menschen dazu bringst, mit Dir zusammen auf eine hochbewusste Reise zu gehen, dann wird dieser Mensch wiederum kaum alle seine Mitmenschen dazu bringen, auf solch eine Reise zu gehen. Dadurch werdet er und Du aber wieder zurück hinunter in das mittlere Kollektivbewusstsein gezogen.

Warum ist das so? Weil wir auf den tiefen Ebenen der unteren drei Chakren (Angst oder Mut, Scham oder Lust, Schuld oder Kraft) auf dieser Erde alle im selben Boot sitzen. „Da unten“ wimmelt noch viel astrale unerlöste Vergangenheit herum. Aber gleichzeitig liegt hier auch die Quelle von drogenfreien und nachhaltigen Erkenntnissen und Einsichten – UND Dein jeweiliger Mitmensch wird sogar gleichzeitig mit in das Licht befördert.

Wenn Du einen Menschen nahe kommst, der noch von solchen niederen Themen befallen ist, wird er Dich testen und mit hinunter zu ziehen versuchen. Wenn Du mit hinreichend Urvertrauen und innerer gütlicher Anbindung ausgestattet bist, kannst Du Dich auf diesen Menschen einlassen und dadurch wahre Wunder bewirken. Die Erfahrung kommt einer Drogenerfahrung gleich und wird mit ekstatischen Momenten und Einsichten belohnt.

Es braucht viele Menschen, die im Herzen stabil und ohne Drogen mutig in Begegnung mit allen Menschen gehen wollen, um das Licht auch ganz nach unten zu bringen. Ich rede hier insbesondere von all jenen Menschen, die ihre Existenz auf vielfältige Weise materiell abzusichern versuchen. In einer Begegnung mit einem solchen Menschen (z.B. den Mitarbeitern einer Bußgeldbehörde) hilft es wenig, wenn Du im Herzen und darüber klar und erwacht bist. Deine unvermeidliche innere Anbindung an das kollektive Angstfeld wird Dich über Dein Wurzelchakra in die Knie zwingen.

Es lohnt sich daher nicht nur mit dem Oberkörper sehen zu lernen (da helfen Drogen durchaus), sondern mit allen Ebenen Deiner menschlichen Existenz – also auch mit Deinem Unterleib. Du kannst lernen, einen Menschen mit Deinem Anus zu sehen und ihn und dich dadurch heilen.

3. Fazit

Das oberflächliches Sehen wird durch Drogen zwar typischerweise verbessert, das Lösen von Konflikten wird durch Drogen jedoch eher behindert, weil eine innere Verbindung mit den untersten Anteilen des Energiekörpers erschwert wird. Ich kenne zumindest keine Substanz (abgesehen von Vitaminen), die ein ganzheitliches Anheben des Bewusstseins bewirken. Die erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit in bestimmten Bereichen geht immer zu Lasten anderer Bereiche.

Durch psychoaktive Drogen wird, nach allem was ich weiß und erlebt habe, das menschliche Nervensystem auf unnatürliche Weise genutzt, was immer mehr oder weniger zu körperlichen Nebenwirkungen führt. Es gilt immer abzuwägen, ob ein solcher Körperschaden den Nutzen wert ist. Als Geistheiler bin ich zutiefst überzeugt, dass alle körperlichen Disbalancen heilbar (ausbalancierbar) sind.

Drogen nutzen ist Schummeln. Drogen können Dir zwar helfen, eine innere Ausrichtung zu finden (bei gütlicher Führung wird es auch eine entsprechende gute seine), sie nehmen Dir jedoch auch gleichzeitig die Kraft, effektiv in dieser Richtung sozial beziehungsweise gesellschaftlich zu wirken. Es ist zwar scheinbar möglich, einzelne Situationen mit Drogen zu meistern („zu gewinnen“), aber eine nachhaltige Lösung eines konkreten zwischenmenschlichen Problems ist mit Drogen nicht möglich, da das Mitgefühl auf den tieferen Ebenen durch den Drogenkonsum eingeschränkt wird, was ein Zusammenfinden und ein Miteinander-Sein mit vielen Seelenpartnern eher verhindert. (Jeder Mensch, der Dir über den Weg läuft ist ein Seelenpartner!)

Es ist meine konkrete Erfahrung, dass Drogen immer umso weniger Wirkung zeigen, je mehr ich mich freiwillig mit meinen unteren Themen verbinde. Oder anders gesagt, je mehr ich einen anderen Menschen mit meinem gesamten Wesen wahrnehme, desto weniger wirken Drogen bzw. sind Drogen nützlich.